Territorialisierung klingt zunächst nach einer sperrigen Erzählung von Geschichte. Gemeint ist die Herausbildung mehr oder weniger geschlossener Herrschaftsterritorien im römisch-deutschen Reich in der Zeit vor 1500.
Wie vielschichtig und wechselhaft diese Entwicklung war, zeigt der vorliegende Band aus regionalhistorischer Perspektive. Mit der Grafschaft Oettingen und deren Nachbarn im und um das Ries nimmt er einen Raum in den Blick, in dem neben den Grafen von Oettingen weitere Adelsfamilien, geistliche Institutionen, Städte und nicht zuletzt die römisch-deutschen Könige und Kaiser um Einfluss rangen.
Inhalt
Vorwort
Markus Christopher Müller und Michael Hetz
Territorialisierung im Grenzraum
Perspektiven auf die Grafschaft Oettingen – einführende Überlegungen
Markus Christopher Müller
Königsnähe und adelige Herrschaftsbildung
Zum Aufstieg des Hauses Oettingen
Jürgen Dendorfer
Burg, oppidum und Vogtei um 1300
Die Konflikte des Grafen Konrad IV. von Oettingen
Manfred Jehle
Oberhirte oder Landesherr
Siegfried von Oettingen, Elekt von Bamberg
Michael Hetz
Der Griff nach der Vogtei
Die Abtei Neresheim und die Landesherrschaft der Grafen von Oettingen im Schiedsspruch des Albertus Magnus von 1263
Thomas Wetzstein
Landgericht, Wildbann und Geleit als Elemente der Territorienbildung der Grafen von Oettingen im 14. und 15. Jahrhundert
Gerhard Immler
In ewigem Streit
Nördlingen und das Haus Oettingen
Johannes Moosdiele-Hitzler
Donauwörth – Streben nach dem Reichsstadtstatus und eigenem Territorium
Zum Verhältnis der Stadt Donauwörth zur Reichspflege Wörth
Cathrin Hermann
Vom Ordensbruder zum Amtmann
Der Deutsche Orden im Ries
Dieter J. Weiß
Die Kaiserliche
Das Kloster Kaisheim als Knotenpunkt im Ries
Cynthia Stöckle
Zwischen Weite und Tiefe
Territorialisierungsprozesse in der Burggrafschaft Nürnberg
Gabriel Zeilinger
Abkürzungsverzeichnis
Autorinnen und Autoren



